Kassel, Skate- & Parkourpark

Info

Auftraggeber
Stadt Kassel
Eröffnung
vsl. 2026
Gesamtfläche
800 m²
Leistungen
LP 1-9

Beschreibung

Am Ufer der Fulda in Kassel entsteht ein neuer Skate- und Parkourpark, der eine bisher ungenutzte Parkplatzfläche in einen lebendigen Treffpunkt für Bewegung, Begegnung und Erholung verwandeln soll. Ziel ist es, das rund 800 m² große Areal in eine offene Sportlandschaft zu transformieren, die sowohl funktional überzeugt als auch den naturnahen Charakter des Fulda-Ufers stärkt. Vorgesehen sind ein rund 400 m² großer Skatepark in Ortbetonbauweise sowie eine 385 m² große Parkouranlage auf mehreren Höhenebenen. Die Planung erfolgt in fachspezifischer Kooperation zwischen den Büros LNDSKT (Skatepark) und DSGN Concepts (Parkour), um den vielfältigen Anforderungen lokaler Nutzer*innen gerecht zu werden.

Im Zuge der Planung wurde besonderes Augenmerk auf die landschaftliche Einbindung des Projekts gelegt. Der grüne Charakter des Fulda-Ufers sollte gestärkt, der vorhandene Baumbestand erhalten und die versiegelte Fläche des früheren Parkplatzes durch gezielte Begrünung und Entsiegelung aufgewertet werden. Der Skatebereich wurde als kompakter Street-Flow-Park mit klarer Formsprache konzipiert – auf Grundlage von Feedback der Nutzer*innen wurden typische Street-Elemente wie Rails und Ledges in markanter Formsprache definiert und gestalterisch präzise in Szene gesetzt. Dabei kamen pigmentierter Beton, geschliffene Granitoberflächen und lackierte Stahlelemente zum Einsatz, um sowohl in Haptik als auch in Optik eine hochwertige Wirkung zu erzielen.

Zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität wurde die Skatefläche hochwasseroptimiert in das Gelände abgesenkt, um einen offenen, aber geschützten Raum mit guter sozialer Einsehbarkeit zu schaffen. Der angrenzende Parkourbereich wurde im westlichen Teil des Geländes auf mehreren Höhenplateaus angelegt. Unterschiedlich hohe Mauern, Sprungstangen und Zonierungen ermöglichen eine graduelle Steigerung des Schwierigkeitsgrads und bieten sowohl Anfängerinnen als auch erfahrenen Sportlerinnen passende Herausforderungen. Die räumliche Trennung der beiden Bereiche schafft zugleich Zonen für aktive Bewegung und ruhigere Aufenthaltsbereiche.

Ein wesentliches Thema im Planungsprozess war der Hochwasserschutz. Um den Anforderungen an die Überflutungssicherheit gerecht zu werden, wurde die Skatefläche abgesenkt, während der Parkourbereich zur Kompensation leicht erhöht ausgeführt werden sollte. Dabei wurden Strömungslinien berücksichtigt und ein funktionierendes Entwässerungskonzept entwickelt. Gleichzeitig konnte durch eine budgetoptimierte Entsiegelung und die gezielte Integration von Grünstrukturen eine deutliche Aufwertung des Mikroklimas und des ökologischen Werts des Areals erreicht werden.

Der zukünftige Skate- und Parkourpark an der Schützenstraße wird nicht nur ein neuer Treffpunkt für sportlich aktive Menschen aller Altersgruppen, sondern auch ein beispielhafter Baustein für die sportliche und inklusive Weiterentwicklung des öffentlichen Raums in Kassel.