Ichtershausen, Urban Sports Park

Info

Auftraggeber
Amt Wachsenburg
Eröffnung
vsl. 2026
Gesamtfläche
3.800 m²
Bausumme, netto
1.500.000 €
Leistungen
LP 3-8

Beschreibung

In Ichtershausen wird eine bislang ungenutzte, unübersichtliche Wiesenfläche zu einem offenen Park für urbane Bewegungskultur transformiert. Auf rund 3.800 m² bündelt die Anlage drei kompakte Sportmodule, einen Ortbeton Skatepark (565 m²), einen Asphalt-Pumptrack (425 m²) und einen Multi-Court (260 m²) und verankert sie über klare Wege, offene Raumkanten und gut einsehbare Aufenthaltszonen selbstverständlich im Grünraum. Ziel ist ein niedrigschwelliges, generationenübergreifendes Angebot umsonst, frei und draußen.

Die Sportflächen bilden das Zentrum: Der barrierefrei erschlossene Skatepark setzt auf moderate Höhenprofile und ein Multi-Line-Konzept, das kreative Linienführungen für alle Könnensstufen ermöglicht. Der Pumptrack ergänzt dies um fließende Sequenzen mit harmonischen Radien und sicherer Progression, ideal für Einsteiger*innen, zugleich attraktiv für Fortgeschrittene. Der Multi-Court mit weichem EPDM-Belag schafft robuste Bedingungen für Fußball und Basketball. Sichtbeziehungen zwischen den Modulen, kurze Verbindungen und eine klare Adressierung der Zugänge sorgen für Orientierung und konfliktarme Parallelnutzung.

Die Aufenthaltsqualität entsteht aus der Verzahnung von Sport und Grün. Schatten spendende Baumneupflanzungen, windgeschützte überdachte Sitzzonen mit Betonbänken und Holzauflagen sowie großzügige Randgrünflächen rahmen die Aktivitätsbereiche. Ein gut berollbares Wegenetz verbindet die Module und ermöglicht komfortable Wege für Aktive, Begleitpersonen und Publikum. Offene Blickfelder stärken das Sicherheitsgefühl und fördern informelle Begegnung – aktiv wie passiv.

Im Hintergrund arbeitet das naturnahe Entwässerungskonzept als leistungsfähige, landschaftliche Infrastruktur, behutsame Geländemodellierungen, begrünte Mulden und versickerungsfähige Ränder halten Regenwasser dezentral zurück, verbessern Mikroklima und Biodiversität und reduzieren Betriebslasten ohne die Nutzung oder das Erscheinungsbild zu dominieren. So bleibt die Sportnutzung im Vordergrund, während die ökologische Leistungsfähigkeit der Fläche spürbar steigt.

Die Planung wurde in einem mehrstufigen Beteiligungsprozess mit lokalen Nutzer*innen entwickelt und konsequent inklusiv ausgerichtet. Ergebnis ist ein klar lesbarer, resilienter Bewegungsraum im Grünen, der sportliche Intensität, Übersicht und Aufenthaltswert verbindet, ganzjährig nutzbar und verlässlich im Ort verankert.