Osthofen, Skatepark

Info

Auftraggeber
Stadt Osthofen
Eröffnung
Oktober 2025
Gesamtfläche
500 m²
Bausumme, netto
410.000€
Leistungen
LP 1-8
Ausführung
Mindworkramps

Beschreibung

An der Wonnegaustraße in Osthofen entstand ein etwa 500 m² großer Skatepark in Ortbeton, der die Weinbautradition des Ortes gestalterisch aufgreift und als frei zugänglicher Treffpunkt nach dem Prinzip „umsonst, frei und draußen“ funktioniert. Der Entwurf wurde in mehreren Beteiligungsworkshops mit der lokalen Szene geschärft und setzt auf ein Street-Flow-Layout mit niedriger Grundhöhe, klaren Sichtachsen und gut einsehbaren Zugängen – nutzbar für Skateboard, Scooter, Inline, BMX und inklusiv ausgelegt, u. a. für WCMX.

Im Kern strukturiert ein Centerpiece den Fahrfluss: London Gap, Pier-7-Manual-Pad und Bump-to-Slappy bündeln die Hauptlinien und verzweigen sie kreativ im Parkraum. Die nördliche Stirnseite bildet ein Transition-Cluster aus Quarter mit Extension und Diamond-Coping; eine gebogene WCMX-Rampe erschließt eigenständig den höchsten Punkt und ermöglicht breite, konfliktarme Ein- und Ausfahrten. Gegenüber schließt eine Bankseite mit eingezogener Quarter an. Für umlaufende Lines sorgen ein Bank-Hip mit Rainbow Rail, ein an das Centerpiece geknüpfter Speedbump sowie ein Bank-to-Slappy. Aus den Flatbereichen sind Flatbar, Manual-Pad und unterschiedlich hohe Flatledges direkt anfahrbar. So entstehen klare Progressionsstufen vom Einsteiger- bis zum Fortgeschrittenen-Niveau, und das Multi-Line-Prinzip gewährleistet dauerhaft vielfältige, kreative Lines. Ein überspringbares Trauben-Feature zitiert den Weinbau subtil und verankert die Anlage ortstypisch.

Die landschaftliche Einbindung erfolgt über Baumneupflanzungen, begrünte Saumbereiche und sanft modellierte Böschungen; offene Ränder und eine blickdurchlässige Organisation erhöhen die soziale Sicherheit und schaffen angenehme Zuschauersituationen mit Naherholungswert. Sitzkanten mit Holzauflagen am westlichen Zugang, zusätzliche Sitzpunkte an der nördlichen Stirnseite sowie zurückhaltend farbig gepflasterte Wege fassen den Park, ohne den grünen Charakter zu überlagern. Das Ergebnis ist ein präzise detaillierter Skatepark, der regionale Identität, funktionalen Fahrfluss und naturnahe Freiraumgestaltung selbstverständlich verbindet.