Magdeburg Olvenstedt, Skatepark

Info

Auftraggeber
Stadt Magdeburg
Eröffnung
Mai 2026
Gesamtfläche
800 m²
Bausumme, netto
515.000€
Leistungen
LP 1-9
Ausführung
Grewe, Goodcrete

Beschreibung

Am Olvenstedter Scheid in Magdeburg entsteht ein neuer Freiraum für urbane Bewegungskulturen, der sportliche Nutzung, soziale Interaktion und stadträumliche Präsenz zusammenführt. Auf rund 800 m² entwickelt sich ein Skatepark, der als offenes Angebot im öffentlichen Raum funktioniert und sich durch seine präzise Gestaltung ebenso definiert wie durch seine niedrigschwellige Zugänglichkeit. Ausgangspunkt des Entwurfs ist die Idee, einen Ort zu schaffen, der nicht allein auf sportliche Performance reagiert, sondern als informeller Bewegungstreffpunkt im Quartier dient.

Die Anlage ist aus den Anforderungen der lokalen Nutzer*innen heraus entwickelt und übersetzt diese in ein räumliches Gefüge, das Offenheit, Übersicht und Nutzungsvielfalt verbindet. Unterschiedlich akzentuierte Ebenen mit bewusst gesetzten, anspruchsvolleren Elementen strukturieren die Fläche. So entsteht ein Park, der sowohl in Bewegung als auch im Aufenthalt funktioniert: klare Blickbeziehungen, gut lesbare Zugänge und eine hochqualitative Materialität schaffen einen Ort, der Präsenz im Stadtraum entwickelt und zugleich informell bespielbar bleibt. Die integrierte Parkbank-Replik setzt dabei einen identitätsstiftenden Akzent und verankert die Anlage bewusst in der Sprache des urbanen Raums.

Auch atmosphärisch ist der Entwurf auf Klarheit und Dauerhaftigkeit angelegt. Dunkelgrauer Ortbeton, gezielte weiße Markierungen und rote Farbakzente prägen das Erscheinungsbild und verleihen der Anlage eine eigene visuelle Logik. Aufenthaltsbereiche mit Betonsitzelementen und farbigen Auflagen rahmen die Fläche und stärken ihre Funktion als Treffpunkt. Eine barrierefreie Erschließung, einschließlich WCMX-Auffahrt, macht den Park für unterschiedliche Nutzer*innen selbstverständlich zugänglich. So entsteht in Magdeburg ein zeitgemäßer Bewegungsraum, der nicht als isolierte Sportanlage, sondern als präzise gestalteter Teil des öffentlichen Raums wirkt.