
Im Sport- und Freizeitzentrum Falkenstein wird ein ehemaliger Tennisplatz in einen neuen Skatepark mit rund 450 m² Fahrfläche umgebaut. Die Anlage nutzt damit eine bestehende Sportfläche weiter, ohne ihren räumlichen Ursprung zu überdecken, und entwickelt aus dem Bestand einen neuen Treffpunkt für informelle Bewegungspraktiken. Das Projekt geht auf die Initiative der lokalen Szene zurück und wurde in mehreren Beteiligungsschritten so geschärft, dass ein kompakter, vielseitig nutzbarer Ort mit eigenem Charakter entsteht.
Seine besondere Identität gewinnt der Park aus der bewussten Weiterführung des früheren Tennisplatzes. Linienführungen, Markierungen und gestalterische Details nehmen die Bildsprache des Courts auf und übersetzen sie in ein neues, skatebares Areal. Dadurch bleibt die Geschichte des Ortes ablesbar, ohne aufdringlich zu wirken. Vielmehr entsteht eine Anlage, deren Gestaltung direkt aus dem Bestand heraus entwickelt ist und gerade deshalb eine starke Eigenständigkeit besitzt. Die klare Formsprache, die reduzierte Materialität und die markanten Court-Anspielungen geben dem Park einen präzisen, wiedererkennbaren Ausdruck.
Auch die Einbindung in das Umfeld ist Teil des Konzepts. Der Skatepark liegt eingebettet in die Grünräume des Sportzentrums und bleibt durch seine offene Anordnung gut einsehbar. Die angrenzenden Flächen, der Bestandsweg und der renaturierte ehemalige untere Tennisplatz werden selbstverständlich mitgedacht und binden die Anlage in das landschaftliche Umfeld ein. Sitzfindlinge und einsehbare Aufenthaltsbereiche ergänzen den Park, ohne ihn zu überladen. So entsteht in Falkenstein ein Bewegungsraum, der aus einem ehemaligen Tennisplatz heraus eine neue Nutzung entwickelt und gerade durch diese Umdeutung seine besondere Qualität erhält.
