


Im traditionsreichen Prinzenpark in Braunschweig ist auf dem Gelände der ehemaligen Rollschuhbahn ein neuer urbaner Bewegungsraum entstanden. Seit seiner Eröffnung im Winter bereichert ein moderner Skatepark in Ortbetonbauweise die bestehende Parklandschaft, ergänzt durch zwei hochwertige Streetball-Courts. Auf rund 3.200 m² wurde mit einem Investitionsvolumen von 1,4 Millionen Euro ein offener, inklusiver Ort für informellen Sport geschaffen, der sportliche Vielfalt mit Aufenthaltsqualität und städtebaulichem Feingefühl vereint.
Der Prinzenpark hat sich über Jahrzehnte als Zentrum der lokalen Rollsport- und Basketballszene etabliert. Diese gewachsene Identität floss maßgeblich in den Planungsprozess ein. In enger Abstimmung mit der Community entstand eine Anlage, die sowohl funktional als auch atmosphärisch überzeugt: Das multidirektionale Street-Flow-Design kombiniert urbane Gestaltungselemente wie Rails, Curbs und Ledges mit fließenden Linienführungen. Damit bietet der Park vielseitige Nutzungsmöglichkeiten für Skateboarderinnen, BMX-Rider, Inline-Skaterinnen und WCMX-Sportler*innen – unabhängig von Alter oder Erfahrungsniveau.
Ein besonderes Highlight bildet der neue Streetballbereich, der in enger Zusammenarbeit mit NBA-Profi und Braunschweiger Dennis Schröder realisiert wurde. Schröder, der selbst im Prinzenpark seine sportlichen Anfänge hatte, brachte sich aktiv in die Konzeption des Fullcourts ein. Ergänzt wird dieser durch einen kompakten Minicourt, der nicht nur sportlich genutzt wird, sondern auch Raum für Veranstaltungen mit temporären Tribünen bietet. Damit ist der Park nun in der Lage, auch nationale und internationale 3×3-Turniere auszurichten.
Die Einbindung in die denkmalgeschützte Parkstruktur erfolgte mit großer Sorgfalt. Die ursprüngliche ovale Form der alten Rollschuhbahn wurde erhalten und durch gezielte landschaftsarchitektonische Maßnahmen aufgewertet. Neue Grünflächen, ein umlaufender Rundweg und die Entsiegelung einzelner Flächen zugunsten von Begrünung erhöhen die Aufenthaltsqualität deutlich. Die Anlage ist frei zugänglich und wird kostenlos betrieben. Eine dimmbare Sportbeleuchtung ermöglicht zudem die Nutzung am Abend und in der dunklen Jahreszeit – ganz im Sinne eines lebendigen, ganztägig belebten Stadtraums.
Mit dem Skatepark und den neuen Streetballflächen ist im Prinzenpark ein inspirierender Ort entstanden, der sportliche Betätigung, soziale Begegnung und städtische Identität auf vorbildliche Weise verbindet. Die Stadt Braunschweig setzt damit ein starkes Zeichen für die Förderung jugendnaher Freizeitangebote und die qualitätsvolle Weiterentwicklung öffentlicher Räume.




