

Ein moderner Indoor-Skatepark in historischer Industriearchitektur – Mit dem CASA entstand in der denkmalgeschützten Eggenfabrik ein innovativer Ort für urbanen Rollsport, der den industriellen Bestand mit einer zeitgenössischen Nutzung in Einklang bringt. Die ca. 1000 m² große Haupthalle wurde im Zuge einer behutsamen Umnutzung zu einem inklusiven Bewegungsraum für Skateboarding, BMX, Stunt-Scooter und WCMX transformiert. Charakteristische Bauteile wie das filigrane Eisenfachwerk der Dachkonstruktion oder großformatige Fensterflächen wurden integrativ in das gestalterische Konzept eingebunden und durch robuste Materialien wie Sichtbeton und unbehandelten Stahl ergänzt. Das einfallende Tageslicht inszeniert den Raum und verstärkt die räumliche Verbindung zwischen historischem Bestand und neuer Funktion.
Die sportfachliche Planung orientiert sich am Prinzip eines Street-Flow-Parks: Lineare, an urbane Architekturen angelehnte Elemente werden mit organischen Transitions verknüpft und über ein Multi-Lines-Konzept zu einem offenen, fließend bespielbaren Raumgefüge vernetzt. Die modulare Ergänzung durch mobile Elemente erlaubt eine flexible, anpassbare Nutzung. Ein besonderer Fokus lag auf Inklusion: Alle Anlagenbereiche sind barrierefrei erschlossen und wurden nach den Anforderungen der WCMX-Community gestaltet.
Neben den sportfunktionalen Flächen bietet das CASA Aufenthalts- und Begegnungszonen mit hoher Aufenthaltsqualität. Eine galerieartige Zwischenebene fungiert als Rückzugs- und Veranstaltungsbereich mit Blickbezug zur Fahrfläche, während entlang der Nutzungskanten gezielt Raum für informelle Aneignung geschaffen wurde. So wird das Zentrum zu einem sozialen Ort, der sportliche, kulturelle und gemeinschaftliche Nutzung miteinander verbindet.
Die architektonische Planung und Realisierung lag in der Verantwortung von Behnisch Architekten. Ihre Leistung umfasste die energetische Sanierung sowie die gesamtheitliche Transformation des denkmalgeschützten Gebäudes in ein zukunftsfähiges Nutzungskonzept. Unter Wahrung der historischen Bausubstanz wurde ein nachhaltiges Raumgefüge entwickelt, das durch Elemente wie ein sensor-gesteuertes Lüftungssystem, PV-bestückte Dachoberlichter, eine grüne Fassade sowie die Anbindung an das Fernwärmenetz den Prinzipien ökologischer Baukultur entspricht – und den einmaligen architektonischen Rahmen für die vielfältige Nutzung des CASA bildet.






