Hameln, Skatepark

Info

Auftraggeber
Stadt Hameln
Eröffnung
Sommer 2024
Gesamtfläche
665 m²
Bausumme, netto
618.000€
Leistungen
LP 3-9
Ausführung
Bente GaLa Bau, Maximilian Häring

Beschreibung

Auf der Weserinsel in Hameln ist ein moderner Skatepark entstanden, der aus einer engen Zusammenarbeit zwischen lokalen Initiativen und der Stadt hervorgegangen ist. Im Zentrum einer bestehenden Grünanlage gelegen, erweitert die neue Anlage den öffentlichen Raum um rund 665 m² und basiert auf einer robusten Ortbetonkonstruktion mit dynamischer, mehrspuriger Gestaltung. Der Park richtet sich an eine breite Nutzergruppe – von Skateboarderinnen und BMX-Fahrerinnen bis hin zu WCMX-Athlet*innen – und bietet vielseitige Bewegungsräume für Einsteiger ebenso wie für Fortgeschrittene.

Die Einbindung des Parks in die naturnahe Umgebung der Weserinsel stellte besondere Anforderungen an Planung und Ausführung. Um den landschaftlichen Charakter der Insel zu erhalten, wurde die Anlage behutsam in das bestehende Grün integriert. Entlang der Böschungen sorgen wassergebundene Wegedecken und extensive Bepflanzungen für eine sanfte Einbettung in das Gelände, während neu gepflanzte Bäume das Gesamtbild abrunden. Die offene Gestaltung – mit niedrigeren Elementen im Zentrum und höheren am Rand – gewährleistet klare Sichtbeziehungen und verbessert damit auch die soziale Kontrolle im Raum.

Besonderes Augenmerk galt der Lage des Skateparks innerhalb der Weser-Aue. In enger Abstimmung mit der Wasserbehörde wurde die Fläche des Parks leicht abgesenkt, um den Abfluss bei Hochwasserereignissen nicht zu beeinträchtigen. Ein lokal entwickeltes Ausgleichsmodell stellt sicher, dass das verlorene Retentionsvolumen kompensiert wird. Auch der Schallschutz – insbesondere im Hinblick auf die benachbarte Sana-Klinik – wurde in einem Gutachten umfassend geprüft. Die niedrige Bauweise und die massive Ausführung der Skate-Elemente führen zu geringen Emissionen, sodass weitergehende Maßnahmen entfallen konnten.

Der Naturschutz spielte ebenfalls eine zentrale Rolle im Planungsprozess. Die Bestände an Brutvögeln und Fledermäusen wurden systematisch erfasst; auf Grundlage dieser Erkenntnisse wurden gezielte Vermeidungs- und Kompensationsmaßnahmen entwickelt. Um die sensiblen Lebensräume zu schützen, wurde auf die Installation einer Beleuchtungsanlage zunächst verzichtet. So entsteht ein Bewegungsraum, der sportliche Nutzung mit ökologischer Verantwortung verbindet – und sich als integrativer Baustein harmonisch in das grüne Gefüge der Weserinsel einfügt.