

Im Park am Mangfallplatz wurde eine 300 m² große Skatefläche aus der Ära der Katalog-Skateparks gemeinsam mit lokalen Nutzerinnen und der Stadt grundlegend neu gedacht. Statt einer klassischen Anlage entstand ein „Shared-Spot“: ein multifunktionaler Raum, in dem Weg und Skatefläche synergetisch zusammenarbeiten und die Grenze zwischen Passantinnen und Rollsportnutzung bewusst weich gezeichnet ist. Ziel war maximale Funktion auf kleinem Raum – ohne den Charakter des Parks zu verlieren.
Gestalterisch orientiert sich der Ort an der Logik städtebaulicher Architektur: Sitzkanten, Einfassungen, Begrenzungen und skulpturale Elemente sind so gesetzt, dass sie selbstverständlich in die Grünanlage passen – und zugleich „zufällig“ fahrbar sind. Der Micro-Skatepark liest sich damit eher wie ein entdeckter Street-Spot als wie eine ausgewiesene Sportfläche. Flache Anrampungen, bündige Kanten, ausreichende Breiten und klare Sichtachsen sichern den konfliktarmen Betrieb; subtile Materialwechsel und Radien führen die Lines, ohne den Fußverkehr zu stören.
Die Flächengestaltung priorisiert vielseitige Lines auf engem Raum: lineare und kreisförmige Fahrbezüge lassen sich kombinieren, kurze Transfers verbinden Weg und Spot, und unterschiedliche Höhenstaffelungen ermöglichen Progression vom Einsteiger- bis zum fortgeschrittenen Niveau. Robust und hochwertig ausgeführte Details gewährleisten Langlebigkeit und eine ruhige, parkverträgliche Anmutung.
Im Prozess wurden drei Konzeptvarianten entwickelt, die den Shared-Spot-Ansatz in unterschiedlicher Stärke ausspielen – von sehr subtil „architektonisch lesbar“ bis sportlich akzentuiert. So fügt sich der erneuerte Mangfallplatz als grün eingebundener Treffpunkt in den Park ein, bietet viel Funktion auf kleiner Fläche und bleibt zugleich ein offener Raum für Alltag, Bewegung und Aufenthalt.




