
Im Zuge einer Komplett-Sanierung wurde der bestehende Skatepark in Nettetal/Kaldenkirchen zu einem modernen ‚State-of-the-Art‘ Skatepark in Ortbetonbauweise umgebaut. Durch eine einhergehende Erweiterung auf insgesamt ca. 625 m2, ist, ausgerichtet an den Wünschen und Bedürfnissen der lokalen Nutzergruppen, ein belebter Bewegungs- und Freizeit-Treffpunkt für informelle Bewegungspraktiken (Skateboarding, BMX, Inline-Skating, Stunt-Scooter, Wheelchair-Skating, etc.) entstanden, der sich durch eine beordere Aufenthaltsqualität auszeichnet und nicht zuletzt die funktionale und gestalterische Qualität der bestehenden Anlage erhöht.
Auf der rechteckigen Grundfläche ist ein sogenannter Street-Flow Skatepark in Ortbetonbauweise entstanden. Grundlegend bedient sich ein Street-Flow Design sowohl an einer Reihe an linearen (Street) Elementen, die in ihrer Art und Form Mobiliar aus dem urbanen Raum (wie Sitzbänke, Geländer, etc.) nachempfunden sind, als auch an organisch geformten (Transition) Elementen, die sich vor allem durch einen hohen Fahrfluss (Flow) auszeichnen. Die Anordnung der Elemente zielt speziell darauf ab, eine Vielzahl an möglichen, miteinander kombinierbarer Fahrtwege (Lines) in einem Multi-Line Konzept bereitzustellen und ermöglicht so eine nachhaltig kreative Nutzbarkeit des Skateparks. Dennoch bietet die Anlage nicht nur für fortgeschrittene Nutzer*innen einen Anreiz, sondern gestaltet vor allem auch Anfängern und Jüngeren einen möglichst einfachen Einstieg. Außerdem wurde speziell auf die Integration einer WCMX gerechten Auffahrtsrampe geachtet, die es Nutzer*innen im Rollstuhl ermöglicht aus eigener Kraft einen hohen Startpunkt zu erreichen und somit alleine den gesamten Skatepark befahren können.
Neben der Auswahl der Ausstattung der verschiedenen Flächen nimmt auch die gestalterische Einbindung der einzelnen Bereiche in die Umgebung eine zentrale Rolle für das Gesamtbild der Anlage ein. So wurde die Skateparkfläche ebenerdig entlang der neu gestalteten Zuwegung platziert, um eine blickdurchlässige und offene Atmosphäre mit viel Aufenthaltswert zu schaffen – ein Konzept, das nicht zuletzt ein sicheres Umfeld für jung Nutzer*innen und Gender-Inklusiver schafft. Sitzbänke auf der Nordseite des Parks sowie ein designierter Aufenthaltsbereich für Nutzer*innen laden zum Verweilen und Zuschauen ein. Um ein besonderes lokales Identitätsgefühl mit dem Skatepark zu schaffen wurden in der Gestaltung Akzente des Nettetaler Stadtwappens eingearbeitet. So findet sich die Blütenstruktur der Seerose auf den vertikalen Seitenflächen der Elemente wieder. Auch das Bodenmuster greift diese Ästhetik der Seerosenblätter auf. Auf grundbaren Kanten wird zudem lokaler Basaltstein verwendet um den Nutzer*innen eine abwechslungsreiche Optik und Haptik zu bieten.


