Otterndorf, Skatepark

Info

Auftraggeber
Stadt Otterndorf
Eröffnung
April 2025
Gesamtfläche
650 m²
Bausumme, netto
580.000€
Leistungen
LP 1-9
Ausführung
Anker Rampen

Beschreibung

Am Südrand des Freizeit- und Erholungsgebiets Südsee in Otterndorf wurde ein neuer Skatepark realisiert, der die bestehende Anlage am Norderteiler Weg deutlich aufwertet. Auf einer Fläche von rund 650 m² ist ein inklusiver Bewegungsraum entstanden, der Skateboarding, BMX, Stunt-Scooter und WCMX gleichermaßen berücksichtigt – und zugleich als offener Treffpunkt für Bewegung, Begegnung und Teilhabe dient. Die Anlage wurde in robuster Ortbetonbauweise errichtet und vereint funktionale Vielseitigkeit mit einem eigenständigen, gestalterischen Konzept.

Das Design orientiert sich an einem modernen Street-Flow-Konzept, das urbane Elemente wie Rails und Curbs mit organisch modellierten Transitions kombiniert. Zentrales Element ist ein multifunktionales Centerpiece, das verschiedene Fahrflächen miteinander verbindet. Umgeben wird es von einem durchdachten Ensemble aus niedrig gehaltenen Basiselementen und gezielten Herausforderungen wie Quarter-Extensions, die auch fortgeschrittene Fahrer*innen ansprechen. Ergänzt wird das Angebot durch eine 200 m² große Kidney-Bowl, deren Formensprache sich an klassischen Hinterhof-Pools orientiert und besonders für Transition-Nutzer*innen optimale Bedingungen schafft.

Ein besonderes Augenmerk galt der inklusiven Nutzbarkeit des Parks. So wurde die Anlage barrierearm geplant und gezielt für die Nutzung mit dem Sportrollstuhl (WCMX) angepasst. Eine integrierte Rampe, klare Linienführungen und taktile Orientierungselemente ermöglichen eine gleichberechtigte Nutzung. Kontrastmarkierungen sorgen zusätzlich für visuelle Sicherheit im Raum.

Gestalterisch greift der Park die maritime Identität Otterndorfs auf. Elemente wie Container- und Kranstrukturen, industrielle Bodenmarkierungen und robuste Materialien schaffen eine visuelle Verbindung zur nahegelegenen Marina und verleihen der Anlage einen individuellen Charakter. Auch in die Umgebung fügt sich der neue Skatepark harmonisch ein: Die parallele Ausrichtung zur bestehenden Fläche schafft Synergien, ein ebenerdiger Sitzbereich fördert Übersichtlichkeit und Aufenthaltsqualität. Schallschutzwände werden landschaftlich eingebunden, während Graffiti-Flächen zusätzliche kreative Ausdrucksformen ermöglichen.

Mit dem neuen Skatepark ist ein offener, kostenfreier Ort entstanden, der Bewegung, Gestaltung und Gemeinschaft miteinander verbindet – und der das Freizeitangebot am Südsee auf zukunftsfähige Weise erweitert.