
Im Paradiespark in Jena entsteht auf dem Gelände des bestehenden Skateparks ein neuer Skate- und BMX-Park, der die Fläche am Burgauer Weg als offenen Treffpunkt für informelle Bewegung neu ordnet. Auf rund 1.200 m² wird ein vielfältig nutzbarer Ort geschaffen, der sportliche Qualität mit Aufenthaltswert verbindet und aus einem intensiven Beteiligungsprozess mit der lokalen Szene hervorgegangen ist. Die Wünsche der Nutzer*innen wurden in mehreren Workshops präzisiert und in ein Konzept übersetzt, das die Anlage als frei zugänglichen, inklusiven und langfristig attraktiv nutzbaren Bewegungsraum versteht.
Besonders ist die klare Gliederung in zwei eigenständige, aber aufeinander abgestimmte Bereiche: einen rund 600 m² großen Skatebereich in Ortbeton sowie eine rund 300 m² große BMX-Jumpline in Holzbauweise mit Skatelite-Oberfläche. Während der Betonbereich offen, vielseitig und kreativ nutzbar gestaltet ist, setzt die Jumpline einen eigenen räumlichen Schwerpunkt und erweitert das Angebot um einen klar auf Airtime und Progression ausgelegten Abschnitt. So entsteht eine Anlage, die unterschiedliche Fahrstile und Nutzergruppen zusammenführt, ohne alles in einer einzigen Fläche aufzulösen.
Auch gestalterisch ist der Entwurf bewusst auf Klarheit und Einbindung angelegt. Sand- und Grüntöne, schwarze Akzente und fein eingesetzte Betonstamps geben dem Park eine ruhige, eigenständige Identität, die sich selbstverständlich in das Umfeld des Paradiesparks einfügt. Höhere Elemente liegen an den Randbereichen, sodass die Fläche insgesamt offen und gut einsehbar bleibt. Mehrere Aufenthaltszonen mit Betonsitzelementen und Holzauflagen sowie die Einbindung der bestehenden Mauer als Sitzkante stärken den Charakter der Anlage als Treffpunkt. Die barrierefreie WCMX-Zuwegung vom westlichen Eingang bis auf die obere Ebene unterstreicht den Anspruch, den Park als selbstverständlichen Ort für alle zu denken.
